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Standortförderer mit Leib und Seele

Interview mit Denis Grisel, Leiter Standortförderung Kanton Bern

Denis Grisel hat mehr als 20 Jahre die Standortförderung geleitet und zu dem gemacht, was sie heute ist: zu einem wirkungsvollen, vertrauenswürdigen und kompetenten Partner für die Wirtschaft.

Denis Grisel (64) ist seit 1996 Leiter der Standortförderung
Kanton Bern (SF BE). Der Westschweizer hat an der Universität
Neuenburg Wirtschaftswissenschaften studiert. Seit 2004 ist er stellvertretender Geschäftsleiter des Amtes beco Berner Wirtschaft. Am 1. Juni 2017 übergibt er die Leitung der SF BE an seinen Nachfolger Sebastian Friess.

Bild vergrössern Denis Grisel (64) ist seit 1996 Leiter der Standortförderung Kanton Bern (SF BE). Der Westschweizer hat an der Universität Neuenburg Wirtschaftswissenschaften studiert. Seit 2004 ist er stellvertretender Geschäftsleiter des Amtes beco Berner Wirtschaft. Am 1. Juni 2017 übergibt er die Leitung der SF BE an seinen Nachfolger Sebastian Friess.

Welches sind für Sie wichtige Errungenschaften in der Standortförderung?

«Vor gut 20 Jahren haben wir festgestellt, dass sich die Unternehmen innerhalb ihrer Branchen kaum austauschen. Als der Kanton Bern 1998 die Clusterpolitik einführte, vernetzten sich Unternehmen, Hochschulen und Verwaltung zusehend besser. Das ist ein treibender Faktor für Innovation und ein starkes Argument bei der Akquisition. Innovative Firmen gehen am liebsten dorthin, wo bereits innovative Unternehmen sind. Bei der Akquisition haben wir festgestellt, dass der Kanton Bern allein für eine wirksame internationale Standortpromotion zu klein ist. Um in den Zielmärkten effektiver präsent zu sein, gründete Bern 2010 mit den Westschweizer Kantonen die neue Standortpromotion Greater Geneva Bern area.»

Worin sehen Sie die grössten Herausforderungen?

«Standortförderung heisst in erster Linie Lösungen anbieten zu können, für ausländische und – das wird von aussen oft übersehen – besonders für die ansässigen Unternehmen. Dafür stehen uns beschränkte Mittel zur Verfügung, mit denen wir gezielt Wirkung entfalten wollen. Das heisst, wir müssen bescheiden bleiben und unser wichtigstes ‹Kapital› pflegen, unsere persönlichen Kontakte. Beispielsweise, wenn sich Berner Unternehmen weiterentwickeln wollen und neue Standorte suchen, dann kommt es darauf an, wie gut wir vernetzt sind, mit der Firma, der Verwaltung, den Gemeinden usw. Dank der guten Vernetzung war es für uns möglich, für Unternehmen wie Alloga, Galexis, Güdel, Georg Fischer (GF+), Rolex usw. die passende Lösung im Kanton Bern zu finden. Das sind für uns echte Highlights.»

Und welches sind Ihre Highlights in der Akquisition?

«Wenn wir Unternehmen wie CSL Behring, ebay, Pepsico, 3M, Harting, GF, Walgreens, Festo, PaxVax usw. überzeugen können, wenn sie auf uns vertrauen und hier investieren, dann sind das Highlights für den ganzen Wirtschaftsstandort Kanton Bern. In diesem Jahr machen wir mit der Eröffnung des neuen Campus der International School Bern einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Internationalisierung unseres Standorts.»

Was zeichnet den Wirtschaftsstandort Kanton Bern aus?

«Der Kanton Bern hat viele Standortvorteile. Wir haben innovative zukunftsweisende Projekte wie den Switzerland Innovation Park Biel/Bienne und die sitem-insel AG gefördert. Die Empa in Thun wird diese wichtige Innovationsinfrastruktur ergänzen. Die Hochschulen im Kanton Bern arbeiten direkt in Projekten mit Unternehmen zusammen. Wir haben ein hervorragendes Bildungssystem und eine hervorragende Infrastruktur. Der Kanton Bern ist wettbewerbsfähig und gut ausgerüstet für die Zukunft.»

Wo sehen Sie künftig für die Standortförderung Chancen und Risiken?

«Als Standortförderer müssen wir proaktiv den Weg ebnen für eine dynamische Wirtschaft. Wir müssen weiter verwaltungstechnische Hürden bei Bewilligungsverfahren abbauen und dafür sorgen, dass wir im Steuerthema und bei der Verfügbarkeit von Industrieland und -immobilien möglichst attraktiv bleiben. Der internationale Standortwettbewerb nimmt laufend zu. Es wäre falsch, auf eine aktive Akquisition zu verzichten. In der Standortpromotion suchen wir gezielt nach Firmen, die Lücken in den hiesigen Wertschöpfungsketten schliessen können und somit zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Innovationskraft der Berner Wirtschaft beitragen.»


Weitere Informationen

Switzerland Innovation Park Biel/Bienne – Manufacturing the future

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